
MONOTONOS
Monotonos ist eine Auseinandersetzung mit der Langeweile und der Routine des Alltäglichen. In vielen kleinen Szenen werden triste Eintönigkeit und mitreißende Lebhaftigkeit gegenübergestellt, wird ein neuer Blickwinkel gesucht auf eben die Routine, die wir anstreben, um unser Leben zu vereinfachen und die uns andererseits doch so hinderlich ist. Denn verfällt man in eine geistige Routine, hat man den Blick oft nicht frei für neue Lösungsmöglichkeiten.
Freneticas
In diesem dreiteiligen Abend versucht Manuel Quero die verschiedenen Spielarten von Neid und Eitelkeit aufzuzeigen, die sich in einer Gruppe entwickeln können. Als besonders reizvoll und geeignet empfand er es, hierfür das Zeitalter des Barock mit seinem strengen Verhaltenskodex als Hintergrund zu nutzen. Wann bricht die strenge Etikette? Wann wird die eiserne Hierarchie durch den egoistischen Geltungsdrang einzelner gesprengt?
Nach und nach wird immer hemmungsloser um Anerkennung des Publikums gebuhlt, die zunächst heimlichen Seitenhiebe werden zu offenen Zänkereien. Der Zuschauer kann sich als Objekt der Begierde genüsslich über die unbeholfenen oder hinterhältigen Versuche der Darsteller, sein Wohlwollen zu erlangen, amüsieren.
Die Infantin
Ausgangspunkt dieses Abends, ist die Erzählung Der Geburtstag der Infantin von Oscar Wilde.
Manuel Quero nähert sich dieser dramatischen Erzählung auf eine sehr direkte Art und Weise, in dem er die Geschichte mit Mitteln aus alten Schwarz und Weiss Filmen nacherzählt.
Einen Schwerpunkt dieses Abends wird die soziale Kälte der Infantin spielen, der die unbekümmerte Leidenschaft des Zwerges entgegengestellt wird.
„In Zukunft lasst die, die mit mir zu spielen kommen, keine Herzen haben!“
London Bridge
Der Zeitstil ist unbeeinflussbar wie eine Naturgewalt. In den Zeitstil schickt man sich klaglos oder macht ihn mit Freuden mit - abweichen von ihm kann man onehin nicht. (...) Der Zeitstil stampft seinen Rhythmus, zu dem alle tanzen müssen, gerade auch die, die sich besonders nonkonformistisch wähnen - ihr Nonkonformismus geht im Ganzen des Zeitstils, betrachtet man ihn nur von einem gewissen Abstand aus, nahtlos auf.
Asfa-Wossen Asserate, Manieren
Choreographien
